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Feuchte Wände behandeln was wirklich hilft
Wenn die Wand klamm bleibt, hilft kein Schnellüberstreichen
Feuchte Wände behandeln heißt erst verstehen, wo die Feuchtigkeit herkommt, und dann den Aufbau so wählen, dass die Wand wieder trocknen kann. Viele greifen zu irgendeiner Farbe und wundern sich über Blasen, Salzausblühungen oder den nächsten Schimmelfleck. Gerade in Altbauten rund um Nürnberg, Fürth und Erlangen sieht man häufig eine Mischung aus kalten Außenwänden, falscher Lüftung, undichten Anschlüssen oder aufsteigender Feuchte im Sockel. Was wirklich hilft, ist ein klarer Ablauf mit Prüfung, Trocknung, Untergrundsanierung und der passenden Beschichtung.

Woher kommt die Feuchte in der Wand wirklich?
Es gibt typische Ursachen, die sich sehr unterschiedlich verhalten. Kondensfeuchte entsteht innen, wenn warme Luft auf eine kalte Wand trifft, zum Beispiel hinter Schränken, in Ecken oder an ungedämmten Außenwänden. Aufsteigende Feuchte kommt eher aus dem unteren Wandbereich und zeigt sich häufig mit Salzen und abplatzendem Putz. Seitlich eindringende Feuchte betrifft Kellerwände, erdberührte Bauteile oder Risse und Fugen außen. Dazu kommen Wasserschäden durch Leitungen, Dach oder Fensteranschlüsse. Ohne diese Einordnung behandelst du meist nur Symptome.
Erste Prüfung, so erkennst du, ob du trocknen oder sanieren musst
Wichtig ist, ob die Wand nur oberflächlich feucht wirkt oder ob der Untergrund wirklich durchfeuchtet ist. Abplatzender Putz, weiße Ausblühungen, dunkle Sockelzonen, muffiger Geruch oder ständig klamme Stellen sind Warnzeichen. Auch Tapeten, die sich lösen, und Farbe, die kreidet oder blättert, zeigen, dass Feuchte und Salze im System arbeiten. Wenn die Ursache noch aktiv ist, bringt auch die beste Beschichtung nichts, dann musst du zuerst stoppen und trocknen lassen.
Trocknung, Lüftung und Wärme, damit die Wand überhaupt eine Chance hat
Bei Kondensfeuchte ist der häufigste Fehler, zu wenig Wärme an die Wand zu bringen und zu viel Möbel direkt davor zu stellen. Eine feuchte Außenwandecke trocknet schlecht, wenn Luft nicht zirkuliert. Sinnvoll sind freie Wandflächen, regelmäßiges Lüften und eine gleichmäßige Raumtemperatur. Bei Wasserschäden oder stark durchfeuchteten Bereichen braucht die Wand Zeit und oft technische Unterstützung, sonst kapselst du Feuchte ein. Wer zu früh streicht oder spachtelt, bekommt später Flecken, Blasen und wiederkehrende Schäden.
Untergrund sanieren, Putz, Salze und schadhafte Schichten richtig behandeln
Wenn Salze im Mauerwerk sitzen, reicht Abschleifen nicht. Salz kann weiter nachwandern und neue Beschichtungen zerstören. Lose und hohle Putzbereiche müssen runter, sonst hält später nichts stabil. Danach wird der Untergrund je nach Situation verfestigt, ausgeglichen und so aufgebaut, dass er Feuchte nicht einschließt. Bei typischen Kellerwänden ist oft entscheidend, ob die Feuchte von innen kondensiert oder von außen drückt, weil sich daraus die richtige Materialwahl ableitet.
Welche Produkte wirklich helfen, je nach Ursache und Bereich
Für Wohnräume mit Kondensfeuchte ist oft eine diffusionsoffene, robuste Innenbeschichtung sinnvoll, kombiniert mit passender Grundierung auf tragfähigem Untergrund. Bei Flecken durch Wasser oder Nikotin kann eine Absperrung nötig sein, bevor du deckend streichst. Bei Kellerwänden oder salzbelastetem Putz braucht es Produkte, die mit mineralischem Untergrund arbeiten und nicht sofort dichtmachen. Wenn du einfach dicht überstreichst, bleibt die Feuchte im System und sucht sich ihren Weg, dann platzt der Anstrich oder der Putz wird weich. Entscheidend ist, dass Grundierung, Spachtel und Farbe als System passen.
Schimmel vermeiden, ohne die Wand zu versiegeln
Schimmel ist oft eine Folge aus Feuchte und fehlender Abtrocknung. Nur mit Schimmelfarbe zu arbeiten ist selten die dauerhafte Lösung, wenn der Feuchteanlass bleibt. Richtig ist, Feuchtequelle minimieren, Wärme und Luftführung verbessern und dann eine Beschichtung wählen, die die Wand nicht zusperrt. In kritischen Bereichen hilft auch, Möbelabstand zu halten und Wärmebrücken im Blick zu behalten. Wenn du den Untergrund sauber vorbereitest und die Wand wieder in einen trockenen Zustand bringst, sinkt das Risiko deutlich.
Kontakt
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E-Mail: info@hbs-fachhandel.com
FAQ
Feuchte Wand innen streichen, welche Farbe hilft wirklich?
Das hängt von der Ursache ab. Bei reiner Kondensfeuchte kann eine diffusionsoffene Innenfarbe auf tragfähigem Untergrund sinnvoll sein, wenn Lüftung und Temperatur passen. Bei durchfeuchteten Wänden oder Salzbelastung bringt normale Farbe kaum etwas, weil der Untergrund weiter arbeitet und der Anstrich später wieder leidet. Wenn Flecken durchschlagen, braucht es oft zuerst eine Absperrung, bevor der Deckanstrich kommt.
Wie erkenne ich aufsteigende Feuchte am Sockel?
Typisch sind Schäden im unteren Wandbereich, oft bis etwa einen Meter Höhe, dazu abplatzender Putz, bröselige Stellen und weiße Ausblühungen. Die Wand fühlt sich unten oft länger klamm an als weiter oben. Wenn solche Zeichen auftreten, sollte zuerst geklärt werden, ob Feuchte von unten nachkommt oder ob Spritzwasser und Außenanschlüsse das Problem sind. Ohne diese Klärung reparierst du meist nur die Oberfläche.
Was mache ich bei Salzausblühungen an der Wand?
Salze müssen ernst genommen werden, weil sie Beschichtungen sprengen können. Lose Schichten entfernen, Untergrund bewerten und dann ein System wählen, das mit mineralischem Untergrund funktioniert und nicht einfach dicht abschließt. Wenn du nur drüber streichst, kommen die Ausblühungen oft wieder und die Fläche wird erneut schadhaft. Gerade im Keller lohnt eine saubere Ursachenprüfung, weil salzbelastete Wände einen anderen Aufbau brauchen als trockene Wohnraumwände.
Kellerwand feucht, hilft Sanierputz wirklich?
Sanierputz kann helfen, wenn er im richtigen Kontext eingesetzt wird. Er ist kein Wundermittel gegen aktive Wasserzufuhr, aber er kann mit Salzen umgehen und die Oberfläche optisch stabiler halten, wenn die Rahmenbedingungen passen. Entscheidend ist, ob Feuchte von außen drückt, ob Kondensat das Thema ist oder ob aufsteigende Feuchte vorliegt. Je nach Fall braucht es zuerst Abdichtung, Trocknung oder eine andere Vorbereitung, sonst hält auch Sanierputz nicht lange.
Wann sollte ich bei feuchten Wänden einen Profi draufschauen lassen?
Wenn die Feuchte schnell zunimmt, wenn großflächig Putz abplatzt, wenn es dauerhaft muffig riecht oder wenn Schimmel wiederkehrt, obwohl du lüftest und heizt. Auch bei Wasserschäden oder bei Kellerwänden mit sichtbaren Salzen ist eine fachliche Einschätzung sinnvoll, damit du keine falschen Produkte einbaust. Im HBS Fachhandel in Nürnberg kannst du Fotos und ein paar Infos zum Gebäude mitbringen, dann bekommst du eine klare Empfehlung für die passenden Materialien und den sinnvollen Aufbau.
