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Abtönfarbe Farbton stimmt nicht

Wenn die fertige Farbe nicht zur Vorstellung passt

Sie haben abgetönt oder eine Farbe mischen lassen, und das Ergebnis sieht anders aus als gedacht. Das ist ärgerlich, hat aber fast immer eine nachvollziehbare Ursache, die sich beheben lässt. Oft liegt es nicht an einem Fehler im Farbton selbst, sondern an Trocknung, Untergrund oder Vergleichsbedingungen. Wir kennen diese Stolperfallen aus dem Alltag in unserem Fachhandel in Nürnberg und zeigen Ihnen, woran es liegen kann und wie Sie das nächste Mal sicher den gewünschten Ton treffen.

Nass sieht anders aus als trocken

Der häufigste Grund für Verwirrung ist die Trocknung. Frisch aufgetragen wirkt eine Wandfarbe oft dunkler und gesättigter, weil sie noch feucht ist. Erst nach dem vollständigen Durchtrocknen, das je nach Produkt einige Stunden dauert, zeigt sich der endgültige Ton, der meist etwas heller und matter ausfällt. Wer direkt nach dem Streichen urteilt, vergleicht also mit einem Zwischenstand. Warten Sie deshalb ab, bis die Fläche wirklich durch ist, bevor Sie den Farbton bewerten oder von einem Fehler ausgehen.


Der Untergrund spielt mit

Ein Anstrich ist nur so ehrlich wie der Untergrund darunter. Ein farbiger oder fleckiger Untergrund schimmert bei nur einer Schicht durch und verschiebt den Eindruck, gerade bei hellen oder lasierenden Tönen. Auch stark saugende Wände verändern die Farbe, weil das Bindemittel ungleichmäßig einzieht. Ein zweiter, deckender Anstrich auf passender Grundierung zeigt den Ton erst so, wie er gemeint ist. Wenn der Farbton nach der ersten Bahn nicht stimmt, lohnt es sich fast immer, die volle Deckung abzuwarten.


Mischverhältnis und gründliches Rühren

Beim eigenen Abtönen entscheidet die Genauigkeit. Schon eine etwas zu hohe oder zu geringe Menge Abtönfarbe verschiebt den Ton sichtbar, und wer nach Augenmaß dosiert, trifft selten zweimal dasselbe. Genauso wichtig ist gründliches Aufrühren, denn nicht vollständig eingearbeitete Abtönfarbe sorgt für Schlieren und ungleichmäßige Flächen. Auch zwischen den Bahnen sollte die Farbe immer wieder durchgemischt werden. Wer den Ton verlässlich und reproduzierbar braucht, fährt mit einer maschinellen Mischung deutlich sicherer als mit dem Anrühren von Hand.

Zwei Eimer, zwei Nuancen

Wer mehr Farbe braucht, als ein Eimer hergibt, läuft in eine bekannte Falle. Zwei getrennt abgetönte oder aus verschiedenen Chargen stammende Gebinde können sich minimal unterscheiden, und an einer durchgehenden Wand fällt das sofort auf. Vermeiden lässt sich das, indem man die Gebinde vor dem Streichen in einem größeren Behälter zusammenschüttet und gut vermischt. Bei maschinell gemischten Tönen mit gespeicherter Rezeptur ist die Gefahr gering, weil dieselbe Vorgabe immer dasselbe Ergebnis liefert.


Licht täuscht, der Vergleich auch

Ein Farbton existiert nie für sich, sondern immer im jeweiligen Licht. Dieselbe Farbe wirkt am Fenster kühler, in der Raumtiefe wärmer und unter Kunstlicht am Abend wieder anders. Wer einen kleinen Farbfächer oder gar einen Bildschirm als Maßstab nimmt, vergleicht zudem mit einer winzigen Fläche unter fremden Bedingungen. Auf einer großen Wand erscheint derselbe Ton fast immer kräftiger. Beurteilen Sie die Farbe deshalb an der eigenen Wand und zu verschiedenen Tageszeiten, nicht am Musterblättchen im Laden.


Was sich noch retten lässt

Liegt der Ton wirklich daneben, ist nicht alles verloren. Eine zu helle Fläche lässt sich mit etwas mehr Abtönfarbe nachjustieren, allerdings nur, solange genug von derselben Mischung vorhanden ist. Stimmt der Grundton gar nicht, hilft meist nur ein deckender Neuanstrich im richtigen Ton. Damit Sie nicht erneut raten müssen, mischen wir den gewünschten Farbton in unserem Fachhandel genau an und halten die Rezeptur fest. Bringen Sie Ihr Muster mit, dann treffen wir den Ton zuverlässig.

Kontakt

HBS Handel. Bau. Service

Löffelholzstraße 35

90441 Nürnberg


Telefon: 0911 54 02 60 79

E Mail: info@hbs-fachhandel.com


FAQ



Kann ich einen zu hellen Ton nachträglich im Eimer nachdunkeln?

In Grenzen ja, aber mit Vorsicht. Solange Sie genug von derselben Basis und passende Abtönfarbe haben, lässt sich ein zu heller Ton durch vorsichtiges Zugeben in kleinen Schritten anpassen. Wichtig ist, immer gut durchzurühren und zwischendurch eine Probe trocknen zu lassen, weil der nasse Eindruck täuscht. Heikel wird es, wenn die Fläche schon teilweise gestrichen ist, denn dann passt der nachjustierte Eimer womöglich nicht mehr zur ersten Bahn. Für ein sicheres Ergebnis ist eine frische, genaue Mischung meist der bessere Weg.


Warum sehen zwei angeblich gleiche Eimer unterschiedlich aus?

Das liegt fast immer an der Charge oder am Abtönen. Selbst werkseitig getönte Farben können zwischen Produktionschargen minimal abweichen, und beim Abtönen von Hand kommt die Ungenauigkeit dazu. An getrennten Flächen fällt das kaum auf, an einer durchgehenden Wand dagegen sofort. Der einfachste Schutz ist, alle benötigten Gebinde vor dem Streichen in einem großen Behälter zu vermengen, damit überall exakt dieselbe Mischung an die Wand kommt. Bei maschinell nach Rezeptur gemischten Tönen ist diese Abweichung deutlich kleiner.


Wie lange muss ich warten, bevor ich den Farbton beurteilen kann?

Geben Sie der Farbe Zeit, sich zu setzen. Die Oberfläche fühlt sich oft nach ein bis zwei Stunden trocken an, doch der endgültige Farbton und der endgültige Glanzgrad zeigen sich erst, wenn die Schicht vollständig durchgetrocknet und matt geworden ist. Je nach Produkt und Raumklima kann das einen Tag dauern. Beurteilen Sie die Wand am besten bei Tageslicht und noch einmal am Abend unter Kunstlicht. Erst dann haben Sie ein verlässliches Bild und sollten über Korrekturen entscheiden.


Sollte ich besser selbst abtönen oder mischen lassen?

Für einen groben Farbeindruck reicht das eigene Abtönen, etwa wenn der genaue Ton keine Rolle spielt. Sobald es aber auf eine bestimmte Nuance ankommt oder Sie größere Mengen und spätere Ausbesserungen planen, ist das maschinelle Mischen klar im Vorteil. Wir dosieren nach Rezeptur statt nach Augenmaß und speichern die Mischung, sodass Sie denselben Ton jederzeit wiederbekommen. Das spart Nacharbeit und verhindert, dass an einer Wand mehrere leicht verschiedene Töne aufeinandertreffen.


Die Wand ist schon gestrichen und der Ton passt nicht, was nun?

Zunächst sollten Sie abwarten, bis die Fläche vollständig getrocknet ist, denn häufig rückt der Ton dann näher an die Erwartung. Bleibt er daneben, hilft bei kleiner Abweichung ein zweiter, sauber gemischter Anstrich, der die Fläche vereinheitlicht. Stimmt der Grundton überhaupt nicht, führt meist kein Weg an einem deckenden Neuanstrich im richtigen Ton vorbei. Bringen Sie uns ein Stück der gestrichenen Fläche oder ein Foto mit Muster mit, dann mischen wir den passenden Ton und sagen, wie viele Schichten nötig sind.

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