Farben richtig lagern damit sie beim nächsten Projekt noch verwendbar sind
- jonashesselbacher
- 8. Dez. 2025
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Dez. 2025
Warum sich der richtige Umgang mit Restfarbe lohnt
Nach einem Anstrich bleiben fast immer Reste im Eimer oder in der Dose. Oft landen sie irgendwo im Keller und sind beim nächsten Projekt unbrauchbar, weil sie eingetrocknet, verschimmelt oder gekippt sind. Dabei steckt in gut gelagerter Farbe bares Geld und eine Menge eingesparter Arbeit. Wer Wandfarbe, Lacke und Lasuren gezielt aufbewahrt, kann kleine Ausbesserungen schnell erledigen, einzelne Wände nachrollen oder eine Farbidee später noch einmal aufgreifen. Entscheidend ist, wie sauber, dicht und temperiert die Produkte gelagert werden und wie gut sie vor Luft, Frost und Verschmutzung geschützt sind.

Der richtige Moment nach dem Streichen
Die Lagerung beginnt nicht im Keller, sondern direkt nach dem Streichen. Bevor der Deckel wieder auf die Farbdose kommt, sollte der Rand gründlich gereinigt werden. Angetrocknete Farbreste im Deckel sorgen dafür, dass das Gebinde später nicht mehr richtig schließt und Luft eindringt. Pinsel und Rollen gehören sofort in Wasser oder Reiniger, damit keine Tropfen in den Eimer zurücklaufen. Restfarbe wird langsam im Gebinde verteilt, damit keine dicken Hautschichten an der Oberfläche entstehen. Wer kleinere Mengen übrig hat, kann sie in saubere, gut verschließbare Schraubgläser oder kleine Dosen umfüllen. Je weniger Luft über der Farbe steht, desto länger bleibt sie verarbeitbar.
Lagerort und Temperatur entscheidend für die Haltbarkeit
Farben mögen es weder eisig kalt noch brütend heiß. Ideal sind kühle, frostfreie Räume mit gleichmäßiger Temperatur, zum Beispiel ein gut belüfteter Keller, ein Abstellraum oder ein Innenbereich der Garage. Frost kann besonders Dispersionsfarben irreparabel schädigen, die Farbe flockt auf und lässt sich auch durch kräftiges Rühren nicht mehr homogenisieren. Extreme Hitze lässt Lösemittel entweichen, die Farbe dickt ein und verliert ihre Verarbeitungseigenschaften. Behälter sollten immer aufrecht stehen, nicht direkt auf Betonboden und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Ein kleines Regal im Keller mit klarer Ordnung spart später Zeit, weil gesuchte Farbtöne schnell wiedergefunden werden.
Beschriftung und Dokumentation helfen beim nächsten Einsatz
Nichts ist ärgerlicher, als in einigen Monaten drei ähnliche Eimer Weiß vor sich zu haben und nicht mehr zu wissen, welcher Ton an welcher Wand hängt. Darum lohnt sich eine klare Beschriftung. Auf jeden Eimer oder jede Dose gehören Raum, Einsatzbereich, Produktname, Farbtontonbezeichnung oder Mischcode und das Datum der Verarbeitung. Bei Brillux Mischungen aus dem HBS Fachhandel ist der genaue Farbton ohnehin mit Code auf dem Gebinde vermerkt, ergänzend kann der Raum dazugeschrieben werden, etwa Wohnzimmer Südwand oder Flur Decke. Wer zusätzlich einen kleinen Farbfleck auf den Deckel setzt, erkennt auf einen Blick, welcher Ton sich im Eimer verbirgt.
Wie lange Farbe wirklich verwendbar bleibt
Eine pauschale Haltbarkeitsangabe gibt es nicht, aber ein paar Anhaltspunkte. Ungeöffnete Dispersionsfarben können bei richtiger Lagerung oft mehrere Jahre haltbar sein. Geöffnete Gebinde halten meist kürzer, vor allem wenn viel Luft im Eimer ist. Lacke und Lasuren auf Lösemittelbasis sind oft etwas robuster, reagieren jedoch empfindlich auf schlecht schließende Deckel. Bevor eine gelagerte Farbe erneut eingesetzt wird, sollte der Geruch geprüft werden. Riecht die Farbe ungewöhnlich stark muffig oder faulig, ist sie in der Regel verdorben. Auch stark verklumpte oder nicht mehr homogen rührbare Produkte gehören nicht mehr an die Wand. Im Zweifel lieber ein frisches Gebinde aus dem Fachhandel wählen, als mit zweifelhafter Farbe eine ganze Fläche zu ruinieren.
Farbreste vor der Wiederverwendung prüfen und aufarbeiten
Wenn Optik und Geruch in Ordnung sind, wird die gelagerte Farbe gründlich aufgerührt. Bei Dispersionsfarbe kann sich Bindemittel vom Pigment getrennt haben, was sich mit einem stabilen Rührstab oder einem Rührquirl auf der Bohrmaschine meist wieder homogenisieren lässt. Ist die Farbe etwas eingedickt, kann sie in Maßen mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben eingestellt werden. Bei Lacken kommen passende Verdünnungen zum Einsatz. Wichtig ist, die Mischung zunächst auf einer Probefläche zu testen, zum Beispiel auf einem Reststück Gipskarton oder an einer unauffälligen Stelle. So lässt sich beurteilen, ob Farbe und Glanzgrad noch zum ursprünglichen Anstrich passen.
Umweltgerechter Umgang mit nicht mehr brauchbaren Farben
Auch bei guter Lagerung bleibt am Ende manchmal Farbe übrig, die nicht mehr verwendet werden kann. Diese gehört nicht in den Abfluss oder in den normalen Restmüll. Eingetrocknete Dispersionsfarben können in kleinen Mengen als Restmüll entsorgt werden, flüssige Altfarben und Lacke zählen dagegen als Sonderabfall. Viele Kommunen bieten Annahmestellen oder Wertstoffhöfe, die solche Produkte sammeln. Wer seine Farben im HBS Fachhandel in Nürnberg kauft, kann sich dort auch zu den Entsorgungswegen in der Region beraten lassen. So bleibt der Umgang mit Resten umweltverträglich und gesetzeskonform.
Wie HBS Fachhandel hilft, Restmengen von Anfang an zu reduzieren
Die beste Lagerung ersetzt nicht eine gute Planung. Je genauer der Materialbedarf im Vorfeld berechnet wird, desto kleiner fallen die Restmengen aus. Im HBS Fachhandel werden Wand und Deckenflächen anhand von Maßen und Raumskizzen gemeinsam kalkuliert, Verbrauchswerte der Produkte berücksichtigt und sinnvolle Reserven eingeplant. So bleibt genug Farbe für spätere Ausbesserungen, ohne dass halbe Paletten im Keller landen. Gleichzeitig sorgt die Beratung dafür, dass für jede Anwendung das passende Produkt gewählt wird, etwa robuste Innenfarbe für den Flur oder emissionsarme Qualitäten für das Schlafzimmer. So wird aus jeder Dose mehr Nutzen gezogen, und gut gelagerte Restmengen bleiben beim nächsten Projekt echte Hilfe statt lästige Last.
Kontakt
Telefon: 0911 54 02 60 79
E-Mail: info@hbs-fachhandel.com
FAQ zur richtigen Lagerung von Farben
Wie lange ist geöffnete Wandfarbe noch haltbar?
Wenn Dispersionsfarbe kühl, frostfrei und gut verschlossen gelagert wird, kann sie oft noch viele Monate, manchmal auch länger verwendet werden. Entscheidend ist, dass der Deckel dicht schließt und der Rand sauber ist. Vor der erneuten Verwendung sollte die Farbe gründlich aufgerührt und an Geruch und Konsistenz geprüft werden. Riecht sie faulig, ist stark verklumpt oder lässt sich nicht mehr homogenisieren, gehört sie nicht mehr an die Wand, sondern in die Entsorgung.
Kann Interiorfarbe im Winter in der Garage gelagert werden?
Nur wenn die Garage sicher frostfrei bleibt. Schon einmal durchgefrorene Wandfarbe ist in der Regel irreparabel geschädigt, sie flockt aus und bildet Schlieren. Eine Garage, die stark auskühlt, ist daher kein guter Lagerort. Besser geeignet sind Kellerräume oder Abstellräume im Haus, in denen die Temperatur halbwegs konstant bleibt. Wer unsicher ist, sollte die Gebinde eher im Innenbereich lagern.
Wie erkenne ich, ob Lack oder Lasur noch verwendbar ist?
Bei Lacken und Lasuren ist ein gleichmäßiger Glanz und eine homogene Konsistenz wichtig. Hat sich eine feste Haut auf der Oberfläche gebildet, kann sie vorsichtig entfernt und der Rest aufgerührt werden, solange nichts in Stückchen in der Flüssigkeit schwimmt. Riecht der Lack ungewöhnlich streng oder löst er sich trotz Rühren nicht mehr sauber, ist Vorsicht geboten. Eine kleine Probe auf Holz oder Metall zeigt schnell, ob der Film noch gleichmäßig auftrocknet.
Macht es Sinn, kleine Restmengen in Gläser umzufüllen?
Ja, das kann sehr sinnvoll sein. In kleineren, dicht schließenden Gefäßen wie Schraubgläsern ist weniger Luft über der Farbe, was die Haltbarkeit verlängern kann. Wichtig ist, dass die Gläser absolut sauber sind und außen gut lesbar beschriftet werden, etwa mit Produkt, Farbton, Raum und Datum. Für spätere Ausbesserungen reicht oft schon ein kleines Glas, während der große Eimer gar nicht mehr geöffnet werden muss.
Was sollte ich tun, bevor ich mit gelagerter Farbe ausbessere?
Zuerst prüfen, ob Farbe und Untergrund noch zusammenpassen. Dann die Farbe gründlich aufrühren, eventuelle Verdünnung nach Herstellerangabe zugeben und an einer unauffälligen Stelle testen. Dort zeigt sich, ob Farbton, Deckkraft und Glanzgrad dem vorhandenen Anstrich entsprechen. Erst wenn der Test passt, werden größere Bereiche ausgebessert oder nachgerollt. So vermeidest du sichtbare Flecken und kannst deine Restfarbe wirklich sinnvoll nutzen.
