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Selbstreinigende Oberflächen durch photokatalytischen Effekt – intelligente Beschichtung mit Zukunft

Aktualisiert: 23. Dez. 2025

Zukunftsfähige Oberflächen mit Selbstreinigungseffekt

Gebäudehüllen, die sich bei Regen fast von allein sauber halten, klingen im ersten Moment nach Zukunftsmusik. In der Praxis sind selbstreinigende Oberflächen aber längst in der Realität angekommen. Photokatalytische Beschichtungen machen genau das möglich. Sie helfen, Fassaden, Putzflächen und andere sensible Bauteile dauerhaft sauberer zu halten und den Pflegeaufwand deutlich zu senken. Gerade in Städten wie Nürnberg, Fürth oder Erlangen, wo Ruß, Feinstaub und Abgase die Außenhaut von Gebäuden stark belasten, wird dieser Effekt schnell sichtbar. Gleichzeitig bleibt die Architektur länger frisch und wertig, ohne ständig Gerüst, Hochdruckreiniger oder aggressive Reinigungsmittel einsetzen zu müssen.



Selbstreinigende Oberflächen
Selbstreinigende Oberflächen


Wie der photokatalytische Effekt auf Beschichtungen wirkt

Die Basis der Technik sind feine Titandioxidpartikel, die fest in die Beschichtung eingebunden sind. Trifft Tageslicht auf die Oberfläche, werden in diesen Partikeln Elektronen angeregt. Es entstehen reaktive Sauerstoffverbindungen, die organische Stoffe auf der Fläche abbauen, etwa Ruß, Staubablagerungen oder andere Verschmutzungen. Parallel verändert sich die Benetzbarkeit der Oberfläche. Sie wird hydrophil, Wasser breitet sich nicht mehr als Tropfen, sondern als dünner Film aus. Bei Regen läuft dieser Film gleichmäßig über die Fläche und nimmt die zuvor gelösten Rückstände mit. So entsteht der bekannte Selbstreinigungseffekt. Wichtig ist dabei eine ausreichende Lichtmenge. Je mehr UV Anteil vorhanden ist, desto aktiver reagiert die Beschichtung. Auf stark beschatteten Bereichen wie tiefen Laibungen oder dauerhaft überdachten Fassadenteilen fällt der Nutzen entsprechend geringer aus als auf frei bewitterten Flächen.



Welche Vorteile selbstreinigende Oberflächen für Gebäude in der Region bringen

Für Eigentümer, Verwaltungen und Gewerbekunden im Raum Nürnberg ist der wirtschaftliche Effekt schnell nachvollziehbar. Eine Fassade, die weniger schnell nachdunkelt und verschmutzt, muss seltener gereinigt oder überarbeitet werden. Damit sinken Gerüstkosten, Reinigungsaufwand und die Zahl der Instandhaltungsmaßnahmen. Besonders bei hoch beanspruchten Lagen an Hauptstraßen, Kreuzungen oder rund um Parkhäuser und Logistikflächen macht sich das bezahlt.

Hinzu kommt der optische Gewinn. Ein Wohn- oder Geschäftshaus, dessen Fassade länger frisch und hell wirkt, vermittelt Wertigkeit und Pflege. Für Hausverwaltungen und WEGs bedeutet das weniger Reklamationen, für Gewerbeimmobilien ein besserer Eindruck bei Kunden und Mietern. Photokatalytische Systeme leisten außerdem einen Beitrag zu saubereren Oberflächen, ohne dass regelmäßig starke Reinigungschemie eingesetzt werden muss. Das schont Umgebung, Oberflächen und die Bausubstanz.



Typische Einsatzbereiche von photokatalytischen Beschichtungen

Besonders verbreitet ist der Einsatz auf Putzfassaden, egal ob organisch gebunden oder als mineralischer Aufbau. Auch Betonfertigteile, Faserzement, Klinkeroberflächen mit entsprechender Beschichtung und bestimmte Natursteinfassaden lassen sich mit passenden Systemen ausrüsten. Studien zeigen, dass Titandioxidbasierte Beschichtungen auf unterschiedlichen Baustoffen funktionieren und langfristig für geringere Verschmutzung sorgen können.

Neben dem Außenbereich gewinnen photokatalytische Systeme im Innenraum an Bedeutung. Dort geht es weniger um Regen als Reinigungshelfer, sondern um Luftqualität. Spezielle Innenbeschichtungen können flüchtige organische Verbindungen, Gerüche und bestimmte Luftschadstoffe abbauen und so das Raumklima in Büros, Praxen, Schulen oder Hotels verbessern. In Kombination mit einer fachgerechten Lüftung entstehen Räume, die sich frischer anfühlen und deutlich weniger anfällig für typische Geruchsprobleme sind.



Worauf Profis bei Planung und Verarbeitung achten sollten

Damit der Selbstreinigungseffekt zuverlässig arbeitet, muss das System als Ganzes stimmen. Der Untergrund muss tragfähig, sauber und frei von trennenden Schichten sein. Je nach Baustoff kommen spezielle Grundierungen oder Zwischenbeschichtungen zum Einsatz, damit die spätere photokatalytische Schicht optimal haftet. Auch die Schichtdicke und der richtige Werkzeug Einsatz spielen eine Rolle, damit die Oberfläche gleichmäßig aufgeht und keine Wolken oder Streifen entstehen.

Planer und Verarbeiter sollten außerdem die Belichtungssituation des Gebäudes im Blick behalten. Fassaden, die überwiegend nach Süden oder Westen ausgerichtet sind, profitieren intensiver von der Photokatalyse als dauerhaft verschattete Nordseiten. In der Beratung bei HBS Fachhandel werden solche Punkte direkt mit aufgenommen. So lässt sich klären, wo photokatalytische Systeme den größten Mehrwert bringen und wo klassische Fassadenfarben oder Beschichtungen die sinnvollere Lösung sind.



Geeignete Produkte und Systeme aus dem HBS Fachhandel

Im HBS Fachhandel in Nürnberg stehen für solche Anwendungen hochwertige Markenprodukte zur Verfügung, die speziell für selbstreinigende Fassaden und Oberflächen entwickelt wurden. Dazu gehören photokatalytisch wirksame Reinacrylat Fassadenfarben, die Verschmutzungen abbauen und gleichzeitig durch moderne Bindemitteltechnologien weniger schmutzanfällig sind.

Ergänzt werden diese Systeme durch silikonverstärkte Fassadenfarben mit besonders hoher Wetterbeständigkeit und ausgeprägtem Selbstreinigungseffekt. Moderne Produktlinien kombinieren den photokatalytischen Mechanismus mit Silikonharztechnologie, um Schmutzabweisung, Farbtonstabilität und Feuchteschutz in einem System zu verbinden. Im HBS Fachhandel erhalten Malerbetriebe, Planer und anspruchsvolle Privatkunden nicht nur das Material, sondern auch Unterstützung bei Systemaufbau, Produktauswahl und Farbtonmischung direkt vor Ort.



Wann sich intelligente Beschichtungen wirtschaftlich besonders lohnen

Photokatalytische Beschichtungen sind in der Regel preislich über einer einfachen Standardfarbe angesiedelt. Betrachtet man jedoch den gesamten Lebenszyklus einer Fassade, relativiert sich der Mehraufwand häufig schnell. Jede eingesparte Zwischenreinigung, jede nach hinten verschobene Renovierungsmaßnahme und jedes eingesparte Gerüst wirken direkt auf die Gesamtkosten des Objekts.

Besonders interessant ist die Technik für größere Wohnanlagen, Gewerbeobjekte, Hotels oder öffentliche Gebäude im Raum Nürnberg, Fürth, Erlangen und Umgebung. Hier sind Reinigungsintervalle und Wartungskosten ein fester Bestandteil der Bewirtschaftung. Aber auch private Bauherren mit freistehenden Einfamilienhäusern an stark befahrenen Straßen profitieren von der Technik, wenn sie Wert auf ein dauerhaft gepflegtes Erscheinungsbild legen. Im persönlichen Gespräch lässt sich gut abschätzen, ab welcher Objektgröße und Belastung die Investition in eine intelligente Beschichtung wirtschaftlich optimal ist.



Kontakt

Telefon: 0911 54 02 60 79



FAQ

Wie funktioniert der photokatalytische Effekt bei Fassadenfarben genau?

In der Beschichtung sind fein verteilte Titandioxidpartikel enthalten. Wenn UV Licht auf diese Partikel trifft, entstehen Elektronen Loch Paare. An der Oberfläche bilden sich reaktive Sauerstoffspezies, die organische Verschmutzungen wie Ruß, Staub oder Ablagerungen oxidativ zersetzen. Die Schmutzschicht verliert dabei ihre Haftung, wird aufgeweicht und durch Regenwasser oder regelmäßige Feuchtebelastung nach und nach abgetragen. Gleichzeitig wird die Oberfläche hydrophil. Wasser läuft als zusammenhängender Film ab und nimmt die gelösten Rückstände mit. Wichtig ist eine ausreichende Lichtmenge über die Zeit. Je mehr UV Anteil an der Fläche ankommt, desto stärker arbeitet der Effekt.


Auf welchen Untergründen können selbstreinigende Beschichtungen eingesetzt werden?

Photokatalytische Systeme lassen sich auf vielen gängigen Fassadenuntergründen einsetzen, sofern der passende Systemaufbau gewählt wird. Dazu zählen verputzte Massivwände, WDVS Fassaden, Betonflächen, Faserzementplatten sowie bestimmte Natursteinoberflächen und Fassadenplatten. Entscheidend ist, dass der Untergrund tragfähig, sauber und frei von trennenden Schichten ist. In der Regel wird zunächst eine geeignete Grundierung aufgebracht, darauf folgt die photokatalytisch aktive Zwischen oder Schlussbeschichtung. Für sensible Steine oder hochwertige Natursteine sollte immer vorab eine Musterfläche angelegt werden, um Optik und Reinigungseffekt zu prüfen. Im HBS Fachhandel wird gemeinsam geklärt, welche Kombination für den konkreten Untergrund sinnvoll ist.


Brauchen photokatalytische Oberflächen direktes Sonnenlicht um zu wirken?

Der photokatalytische Prozess wird in erster Linie durch UV Licht angeregt. Dieses ist im direkten Sonnenlicht besonders stark vorhanden. Daher arbeiten Beschichtungen auf frei bewitterten Süd und Westfassaden am effektivsten. Aber auch diffuses Tageslicht trägt zum Effekt bei, nur entsprechend langsamer. Komplett verschattete Bereiche unter tiefen Vordächern oder dauerhaft verdeckte Fassadenabschnitte profitieren deutlich weniger, hier steht eher die hochwertige Fassadenfarbe als solche im Vordergrund. In der Planung sollte deshalb die Belichtungssituation des Gebäudes berücksichtigt werden. So lassen sich zusätzliche Maßnahmen wie konstruktiver Schutz oder alternative Systeme dort einsetzen, wo Photokatalyse nur eingeschränkt arbeiten kann.


Können photokatalytische Beschichtungen Algen, Pilze und Luftschadstoffe reduzieren?

Photokatalytische Oberflächen zielen vor allem auf den Abbau organischer Stoffe ab. Dazu gehören viele Bestandteile von Schmutzfilmen, bestimmte Luftschadstoffe und organische Ablagerungen. Untersuchungen zeigen, dass Titandioxidbasierte Materialien neben der Selbstreinigung auch decontaminierende und antibakterielle Effekte haben können. In der Praxis bedeutet das, dass Algen- und Pilzbewuchs auf entsprechenden Fassadenbeschichtungen gehemmt werden kann und sich Ablagerungen schlechter festsetzen. Gleichzeitig tragen einige Systeme zum Abbau von Stickoxiden oder VOC Schadstoffen in der Luft direkt an der Oberfläche bei. Photokatalyse ersetzt jedoch keine gründliche Ursachenanalyse bei massiven Feuchte oder Wärmebrückenproblemen. Sie ist ein Baustein im Gesamtkonzept für saubere und langlebige Oberflächen.


Lohnt sich eine photokatalytische Fassadenfarbe auch für kleinere Objekte?

Der Nutzen der Technik hängt weniger von der reinen Quadratmeterzahl als von der Beanspruchung und der Zugänglichkeit ab. Bei großen Wohnanlagen, Gewerbeimmobilien oder öffentlichen Bauten, bei denen jede Reinigungsaktion mit erheblichem Gerüst und Personaleinsatz verbunden ist, rechnet sich der Effekt besonders schnell. Für kleinere Ein oder Zweifamilienhäuser kann eine selbstreinigende Beschichtung ebenfalls interessant sein, etwa an stark befahrenen Straßen oder bei hochwertigen Architekturfassaden, die dauerhaft repräsentativ wirken sollen. Der leichte Mehrpreis in der Materialbeschaffung steht dann einem spürbar geringeren Pflegeaufwand und einer langfristig ansprechenden Optik gegenüber. Im HBS Fachhandel lässt sich anhand des konkreten Objekts gut durchsprechen, welche Lösung wirtschaftlich und technisch am besten passt.


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