Warum deckt meine Farbe nicht? Die 7 häufigsten Fehler beim Streichen
- jonashesselbacher
- 26. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23. Dez. 2025
Warum ungleichmäßige Deckkraft so oft vorkommt
Viele erleben beim Streichen denselben Moment. Die Farbe wirkt im nassen Zustand perfekt, doch nach dem Trocknen zeigen sich Flecken, Streifen oder Schatten. Oft liegt es nicht an der Farbe selbst, sondern an Vorbereitung, Werkzeug oder falscher Technik. Wenn man die häufigsten Fehler kennt, lässt sich die Deckkraft spürbar verbessern und die Wand erhält ein ruhiges, sauberes Bild.

Fehler 1: Der Untergrund wurde nicht richtig vorbereitet
Eine Wand saugt nie überall gleich. Spachtelstellen, alte Anstriche, sandende Flächen oder kleine Ausbrüche verändern die Saugkraft. Ohne passende Grundierung trocknet die Farbe unterschiedlich schnell und hinterlässt dunkle oder helle Bereiche. Tiefgrund stabilisiert poröse Flächen, Haftgrund sorgt für Griff auf glatten Wänden und Sperrgrund blockiert Flecken. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert unruhige Ergebnisse.
Fehler 2: Die Farbe hat zu wenig Deckkraft oder wird zu stark verdünnt
Viele Innenfarben wirken im Eimer gut, verlieren aber beim Streichen ihre Stärke. Günstige Produkte haben oft wenig Pigmente, weshalb zwei bis drei Anstriche nötig sind. Manche verdünnen die Farbe zusätzlich, um sie leichter zu verarbeiten. Dadurch deckt sie noch schlechter. Hochwertige Innenfarben aus dem Fachhandel brauchen weniger Anstriche und liefern eine gleichmäßigere Oberfläche.
Fehler 3: Falsches Werkzeug sorgt für Streifen und Wolken
Eine billige Walze saugt Farbe ungleichmäßig und lässt Streifen zurück. Der Flor ist oft zu kurz oder zu hart. Dadurch entstehen sichtbare Übergänge, besonders bei größeren Flächen. Eine gute Malerwalze mit passender Florhöhe nimmt ausreichend Material auf und gibt es gleichmäßig ab. Auch ein feiner Pinsel für Kanten verhindert harte Linien und sorgt für ein ruhiges Gesamtbild.
Fehler 4: Die Farbe wurde nicht nass in nass verarbeitet
Wenn Bereiche antrocknen und man erneut darüber rollt, entstehen Ansätze. Der Farbauftrag unterscheidet sich und hinterlässt wolkige Spuren. Eine Wand sollte immer zusammenhängend gestrichen werden. Erst die Ränder, dann zügig die Fläche. Je gleichmäßiger der Bewegungsablauf, desto sauberer wird das Ergebnis. Wer Pausen einlegt, riskiert sichtbare Übergänge.
Fehler 5: Zu wenig Farbe auf der Walze
Viele streichen mit zu wenig Material, weil sie tropffrei arbeiten möchten. Doch eine trockene Walze erzeugt stumpfe Schatten und ungleichmäßige Deckkraft. Besser ist ein sattes, aber kontrolliertes Auftragen. Die Walze sollte gleichmäßig befüllt sein, sodass der Auftrag ruhig und flächig wirkt. Zwei satte Anstriche sind besser als drei dünne und unregelmäßige.
Fehler 6: Zu kurze Trocknungszeiten zwischen den Anstrichen
Wenn der erste Anstrich nicht vollständig trocken ist, verbindet sich die neue Schicht ungleichmäßig mit der alten. Dadurch entstehen Flecken, da die Feuchtigkeit unterschiedlich verteilt ist. Die Wand muss sicher trocken sein, bevor der zweite Durchgang erfolgt. Gute Farbe braucht Klarheit in den Abläufen, sonst wirken die Schichten später fleckig.
Fehler 7: Falsche Lichtverhältnisse beim Arbeiten
Seitliches Licht oder Schatten durch Lampen verfälschen die Wahrnehmung. Man sieht nicht, wo Übergänge entstehen. Erst am nächsten Tag bei natürlichem Licht fallen die Fehler auf. Wer die Wand gleichmäßig ausleuchtet, erkennt sofort, ob Stellen nachgearbeitet werden müssen. So entsteht ein ruhiges, deckendes Bild ohne Überraschungen.
Kontakt
Telefon: 0911 54 02 60 79
E-Mail: info@hbs-fachhandel.com
FAQ
Warum wirkt meine Wand fleckig, obwohl ich zweimal gestrichen habe?
Oft liegt es an unterschiedlicher Saugkraft des Untergrunds oder zu wenig Farbe pro Anstrich. Wenn Wandteile schneller trocknen als andere, entstehen sichtbare Schatten. Eine passende Grundierung und ein satter Farbauftrag lösen dieses Problem.
Kann schlechte Deckkraft allein an der Farbe liegen?
Ja, aber selten. Günstige Farben haben weniger Pigmente und decken schwächer. Häufiger sind jedoch Werkzeugfehler, falsche Untergründe oder zu dünne Anstriche verantwortlich. Mit hochwertiger Farbe und guter Vorbereitung wird das Ergebnis deutlich gleichmäßiger.
Warum sieht man Streifen nach dem Streichen?
Streifen entstehen, wenn die Walze zu trocken ist oder wenn nass in nass nicht eingehalten wurde. Auch billige Walzen verursachen unruhige Übergänge. Eine hochwertige Walze sorgt für einen gleichmäßigen Auftrag und verhindert harte Kanten.
Wie bekomme ich ein ruhiges, gleichmäßig deckendes Ergebnis?
Saubere Vorbereitung, hochwertige Farbe, passendes Werkzeug und ein zügiger Arbeitsablauf. Wenn diese Bausteine stimmen, deckt die Farbe gleichmäßiger und die Fläche wirkt sauber und professionell.
