Wegen Fortbildungen und Urlaub ist der HBS Fachhandel bis einschließlich 11.09. nur gering besetzt. Bestellungen nehmen wir in dieser Zeit telefonisch entgegen. Die Abholung ist nach vorheriger Terminvereinbarung möglich, alternativ liefern wir Ihnen die Ware direkt auf die Baustelle oder zu Ihnen ins Lager. Ab dem 14.09. sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.

Eine Fassade wird einmal in zwanzig Jahren gestrichen
Deshalb ist die Frage nach dem günstigsten Eimer die falsche. Was zählt, ist, wie lange der Anstrich hält, ob er sauber bleibt und ob er zum Untergrund passt. Ein Fehler an der Fassade kostet nicht den Materialpreis, sondern das Gerüst ein zweites Mal. Wir führen Fassadenfarben, Putze und Grundierungen der gängigen Systeme und sagen Ihnen, welches zu Ihrem Haus gehört.
Silikonharz, Silikat oder Dispersion
Drei Systeme decken die meisten Fälle ab, und sie unterscheiden sich in dem, was sie mit Wasser machen.
Silikonharzfarbe ist wasserabweisend und gleichzeitig diffusionsoffen. Regen perlt ab, Feuchtigkeit aus der Wand kann heraus. Sie ist der Standard für die meisten Bestandsfassaden und der beste Kompromiss.
Silikatfarbe verbindet sich chemisch mit mineralischem Untergrund und ist besonders diffusionsoffen. Sie ist die richtige Wahl auf Kalk- und Zementputzen und im Denkmalbereich, verlangt aber einen passenden Untergrund und lässt sich nicht auf jeder Altbeschichtung anwenden.
Reine Dispersionsfarbe ist günstig, bildet aber einen dichteren Film. Auf einer feuchtebelasteten Wand ist sie die schlechteste der drei.
Risse entscheiden über den Aufbau
Eine Fassade mit Haarrissen braucht etwas anderes als eine mit Rissen, die sich bewegen. Feine Netzrisse im Putz lassen sich mit einer füllenden Beschichtung überarbeiten. Risse, die einer Bewegung folgen, brauchen ein elastisches System oder eine Armierung, sonst zeichnen sie sich nach kurzer Zeit wieder ab.
Vor dem Anstrich gehört die Fassade außerdem auf Tragfähigkeit geprüft. Ein einfacher Test: mit der flachen Hand über die Fläche streichen. Bleibt Farbe oder Kalk an der Hand, ist der Untergrund kreidend und braucht eine festigende Grundierung. Löst sich alte Beschichtung in Schuppen, muss sie ab.
Algen und Grünbelag kommen von der Feuchtigkeit
Grüne Fassaden sind selten ein Farbproblem. Sie entstehen dort, wo die Wand lange feucht bleibt, also an Nordseiten, unter Bäumen, hinter Hecken und an Stellen ohne Sonne.
Wirksam ist deshalb zweierlei. Erstens die Ursache verringern, also Bewuchs zurückschneiden und für Luftbewegung sorgen. Zweitens ein System wählen, das schnell abtrocknet, meist Silikonharz. Filmschutzmittel in der Farbe verzögern den Bewuchs, sie verhindern ihn nicht dauerhaft, und ihre Wirkung lässt über die Jahre nach. Vor dem Neuanstrich muss der Belag entfernt werden, sonst wächst er unter der neuen Schicht weiter. Dafür führen wir Reiniger, die den Bewuchs abtöten statt ihn nur abzuwaschen.
Was Sie an Menge und Zeit einplanen sollten
Beim Materialbedarf wird fast immer zu knapp gerechnet. Ein rauer Putz nimmt deutlich mehr Farbe auf als eine glatte Fläche, und zwei Anstriche sind an der Fassade die Regel, nicht die Ausnahme. Lassen Sie sich die Menge lieber großzügig ausrechnen, denn eine Nachbestellung kann farblich abweichen.
Beim Wetter gelten Grenzen, die nicht verhandelbar sind. Mindesttemperaturen für Untergrund und Luft, keine direkte Sonne auf der zu streichenden Fläche, kein Regen in den Stunden danach. In der Praxis heißt das: Fassadenarbeiten von Frühjahr bis Herbst, und im Sommer der Sonne folgend, also die Seite streichen, die gerade im Schatten liegt.
Für wen wir arbeiten
Zu uns kommen Eigentümer, die ihr Haus selbst streichen, ebenso wie Maler und Stuckateure mit laufendem Bedarf. Für Betriebe liefern wir zur Baustelle und führen die Systeme in Gebindegrößen für ganze Objekte, dazu Befestigungstechnik und Dämmzubehör.
Wenn Sie die Ausführung abgeben wollen, übernimmt sie unser Schwesterbetrieb HBS Bau, einschließlich Gerüst und Untergrundsanierung.

Sie erreichen uns im HBS Fachhandel in der
Löffelholzstraße 35
90441 Nürnberg
Telefonisch unter: 0911 54 02 60 79
oder per E Mail an
info@hbs-fachhandel.com
FAQ
Hilft Schimmelfarbe wirklich?
Sie hemmt neuen Befall auf der Oberfläche, beseitigt aber keine Ursache. Auf einer Wand, die weiterhin feucht ist, kommt der Schimmel zurück. Erst Ursache klären, dann behandeln, dann schützen.
Warum kommt der Schimmel immer wieder?
Weil die Ursache geblieben ist. Meist ist es Kondensat an einer kalten Außenwand oder aufsteigende Feuchte im Keller. Solange sich daran nichts ändert, wirkt kein Anstrich dauerhaft.
Kann ich einen feuchten Keller einfach streichen?
Nein, dichte Farbe sperrt die Feuchtigkeit ein und platzt ab. Bei feuchten Kellerwänden braucht es ein diffusionsoffenes System oder einen Sanierputz, je nach Salzbelastung und Ursache.
