Wegen Fortbildungen und Urlaub ist der HBS Fachhandel bis einschließlich 11.09. nur gering besetzt. Bestellungen nehmen wir in dieser Zeit telefonisch entgegen. Die Abholung ist nach vorheriger Terminvereinbarung möglich, alternativ liefern wir Ihnen die Ware direkt auf die Baustelle oder zu Ihnen ins Lager. Ab dem 14.09. sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.
Deckkraftklassen und Nassabrieb bei Wandfarben
Die Angaben auf dem Farbeimer richtig lesen und nutzen
Auf jedem guten Farbeimer stehen zwei Werte, die mehr über die Qualität verraten als jeder Werbespruch, nämlich die Deckkraftklasse und die Nassabriebklasse. Wer sie zu deuten weiß, erkennt sofort, ob eine Farbe zum geplanten Raum passt, und muss sich nicht auf das Bauchgefühl verlassen. In Nürnberg erklären wir Ihnen, was hinter diesen Klassen steckt, wie sie zusammenhängen und welche Kombination Sie für Ihr Vorhaben brauchen. So kaufen Sie gezielt die richtige Qualität und vermeiden sowohl teure Überausstattung als auch schwache Ware, die enttäuscht.

Was die Deckkraftklassen aussagen
Die Deckkraft beschreibt, wie gut eine Farbe den Untergrund abdeckt, und wird in vier Klassen eingeteilt. Klasse 1 steht für die beste Deckung, Klasse 4 für die schwächste. Wichtig ist, dass die Deckkraft immer im Zusammenhang mit der angegebenen Ergiebigkeit gilt, also wie viel Fläche Sie pro Liter erreichen. Eine Farbe der Klasse 1 deckt bei normalem Auftrag meist schon in zwei Lagen zuverlässig. Wir erklären Ihnen, wie Sie Klasse und Ergiebigkeit gemeinsam lesen, damit Sie den tatsächlichen Materialbedarf für Ihre Wand richtig einschätzen.
Was der Nassabrieb bedeutet
Die Nassabriebklasse gibt an, wie gut eine Farbe feuchtes Reinigen und Scheuern verträgt. Sie reicht von Klasse 1 bis Klasse 5, wobei Klasse 1 am widerstandsfähigsten ist und Klasse 5 am wenigsten aushält. Farben der oberen Klassen gelten als scheuerbeständig und lassen sich problemlos feucht abwischen, weiter unten spricht man nur noch von waschbeständig oder abwaschbar. Für stark genutzte Räume ist dieser Wert entscheidend. Wir zeigen Ihnen, welche Klasse tägliches Reinigen verkraftet und wo eine einfachere Beständigkeit ausreicht.
Warum beide Werte zusammen zählen
Deckkraft und Nassabrieb sagen etwas völlig Verschiedenes aus, deshalb reicht es nicht, nur auf einen zu schauen. Eine Farbe kann hervorragend decken, aber empfindlich gegen Reinigung sein, oder sehr robust und trotzdem schwach in der Deckung. Erst im Zusammenspiel ergibt sich, ob ein Produkt zu Ihrem Raum passt. Ein Kinderzimmer braucht beides, ein selten betretener Raum nicht. Wir betrachten immer beide Klassen gemeinsam und gewichten sie nach Ihrer Nutzung, damit Sie nicht an der falschen Stelle sparen und keine Eigenschaft bezahlen, die Sie nicht brauchen.
Welche Klasse zu welchem Raum passt
Nicht jeder Raum verlangt Spitzenwerte. In einem Wohnzimmer mit Kindern oder in einem Flur, wo oft gewischt wird, ist eine hohe Nassabriebbeständigkeit zusammen mit guter Deckkraft sinnvoll. Für ein ruhiges Schlafzimmer genügt oft eine mittlere Beständigkeit, wichtiger ist dort ein schöner, gleichmäßiger Ton. In Küche und Feuchträumen kommen zusätzliche Anforderungen dazu. Wir fragen nach der Nutzung Ihres Raumes und empfehlen die Klassenkombination, die dazu passt, sodass Sie eine Farbe bekommen, die im Alltag genau das leistet, was sie soll.
Worauf Sie beim Etikett achten sollten
Begriffe wie hochdeckend oder abwaschbar klingen gut, sind aber ohne die Klassenangabe wenig aussagekräftig. Erst die genannten Klassen machen Qualität vergleichbar. Achten Sie auch darauf, dass die Ergiebigkeit realistisch angegeben ist, denn eine schöne Deckkraftklasse nützt wenig, wenn die Farbe kaum reicht. Wir helfen Ihnen, die Angaben verschiedener Produkte gegenüberzustellen und die Werbeworte von den echten Werten zu trennen. So treffen Sie Ihre Entscheidung auf Grundlage der Fakten und nicht auf Grundlage der Aufschrift auf dem Deckel. Warum Deckkraft und Untergrund zusammengehören, steht auf unserer Seite zu Innenfarben.
Kontakt
HBS Handel. Bau. Service
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E Mail: info@hbs-fachhandel.com
FAQ
Ist Deckkraftklasse 1 immer die beste Wahl?
Sie ist die beste Deckung, aber nicht automatisch für jeden Raum nötig. Klasse 1 spart Lagen und Zeit, weil die Farbe schon in wenigen Anstrichen trägt, gerade auf schwierigem oder farbigem Untergrund lohnt sie sich klar. Streichen Sie dagegen Weiß auf Weiß auf einem gleichmäßigen Altanstrich, kommen Sie oft auch mit einer etwas schwächeren Klasse aus. Wir schauen uns Ihren Untergrund an und sagen Ihnen, ob sich die höchste Deckkraft für Ihr Vorhaben rechnet oder ob eine Stufe darunter genügt.
Was heißt scheuerbeständig genau?
Scheuerbeständig bezieht sich auf die oberen Nassabriebklassen. Eine solche Farbe verträgt feuchtes Reinigen und leichtes Scheuern, ohne dass die Oberfläche matt wird oder abkreidet. Das ist wichtig überall dort, wo Wände regelmäßig gewischt werden, etwa im Flur, in der Küche oder in Räumen mit Kindern. Weiter unten in der Skala spricht man nur von waschbeständig oder abwaschbar, was für gelegentliches vorsichtiges Reinigen reicht. Wir erklären Ihnen den Unterschied und empfehlen die Klasse, die zur Beanspruchung Ihrer Wände passt.
Warum deckt meine abwaschbare Farbe so schlecht?
Weil abwaschbar nur etwas über die Reinigung aussagt, nicht über die Deckung. Die beiden Eigenschaften sind unabhängig voneinander. Eine Farbe kann gut abwaschbar und trotzdem schwach in der Deckkraft sein, wenn ihr Pigmentanteil gering ist. Deshalb müssen Sie immer beide Klassen betrachten. Wenn Ihre Farbe schlecht deckt, hilft ein Blick auf die Deckkraftklasse, die oft niedrig ausfällt. Wir prüfen mit Ihnen die Angaben und empfehlen ein Produkt, das sowohl gut deckt als auch die nötige Beständigkeit mitbringt.
Stehen diese Klassen auf jedem Farbeimer?
Auf hochwertigen Produkten in der Regel ja, denn seriöse Hersteller weisen Deckkraft und Nassabrieb offen aus. Bei sehr günstiger Ware fehlen die Angaben manchmal oder sind schwer zu finden, was schon ein Hinweis auf die Qualität sein kann. Fehlt die Klassenangabe, lässt sich die Farbe kaum objektiv vergleichen. Wir achten bei unseren Empfehlungen auf klar deklarierte Werte und erklären Ihnen, wo Sie die Angaben auf dem Eimer finden, damit Sie verschiedene Produkte verlässlich gegenüberstellen können.
Kann ich Deckkraft durch mehr Anstriche ausgleichen?
Nur begrenzt. Bei einer Farbe mit schwacher Deckkraftklasse bringt jede zusätzliche Lage wenig zusätzliches Pigment, sodass der Untergrund weiter durchscheint und Sie viel Material verbrauchen. Sie kommen so selten zu einem wirklich ruhigen Ergebnis. Sinnvoller ist es, gleich eine höhere Deckkraftklasse zu wählen, die in zwei Lagen trägt. Das spart am Ende Zeit und oft auch Geld. Wir empfehlen Ihnen eine passende Qualität, damit Sie nicht mit vielen dünnen Anstrichen gegen eine schwache Farbe ankämpfen müssen.
